„Es scheint ein großer Schritt zu sein, aber am Ende ist es gar nicht so schlimm.“

Dominick Nouws

Anästhesiefachkraft
Schweiz
10. August 2020

4 min.
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Dominick Nouws arbeitet seit November 2019 als Anästhesiepflegerin in der Schweiz und ist seit Kurzem auch als Franchiser für Korint tätig. Gemeinsam mit ihrem Freund (Physiotherapeut) lebt und arbeitet sie nun in der Schweiz. Über ihre Erfahrung berichtet sie hier.

Der ideale Standort

„Für uns war es wichtig, in der Nähe eines Skigebietes zu wohnen. Ursprünglich hatten wir Zürich vorgezogen, aber das war ein bisschen zu weit weg von den Skigebieten. Daher fiel am Ende die Wahl auf die Umgebung von Luzern.

Die Idee, in die Schweiz zu gehen, begann hauptsächlich mit den Wünschen meines Freundes. Er wollte etwas anderes ausprobieren und die Schweizer Behandlungs- und Arbeitskultur gefiel ihm sehr. Daraufhin begann ich mich mit dem Leben und Arbeiten in der Schweiz und den Menschen dort zu beschäftigen, dadurch wurde auch mein Interesse an dem Land immer größer.

Deutsche Sprache

Die deutsche Sprache war für uns eine Herausforderung, da wir beide noch keine umfangreichen Deutschkenntnisse hatten. Als wir uns für den neuen Weg entschieden, haben war klar, dass wir erst einmal Deutsch lernen mussten. Wir haben mit dem Üben anhand eines Arbeitsbuches begonnen, von zu Hause aus und ohne Lehrer. Bevor wir zum ‚Schnuppern‘ in die Schweiz gefahren sind, habe ich einen zweiwöchigen Sprachkurs bei DIE NEUE SCHULE in Berlin besucht. Diesen Kurs haben wir vergünstigt über Korint angeboten bekommen. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, denn dort habe ich in kürzester Zeit sehr viel und umfangreiches Wissen erworben und gelernt, frei zu sprechen.

Die deutsche Sprache und das bekannte Schweizerdeutsch sind wirklich eine Welt für sich. Ich selbst bin nicht sehr gut in Sprachen, aber die Schweizer sind sehr geduldig und so halfen mir meine Kolleginnen und Kollegen jeden Tag dabei, meine Sprachkenntnisse im Schweizerdeutsch weiter auszubauen. Ich bin erst seit 8 Monaten hier und spreche jetzt fließend Deutsch. Man lernt die Sprache also wirklich sehr schnell, vor allem weil man täglich daran arbeitet.

Unterschiede zwischen den Niederlanden und der Schweiz

Manchmal kommt es mir so vor, als sei die Zeit hier stehen geblieben. Die Geschäfte sind beispielsweise den ganzen Sonntag und samstags sogar ab 16.00 Uhr geschlossen, selbst die Supermärkte. Auch die Erledigung von bestimmten Bankangelegenheiten ist immer noch mit viel Papierkram verbunden.

Meine Arbeit als Anästhesieschwester in der Schweiz ist größtenteils dieselbe wie in den Niederlanden, aber auch im Krankenhaus selbst merkt man, dass es etwas altmodisch ist, auch wenn sie die neuesten und innovativsten Geräte haben. Mir persönlich gefallen die Arbeitsbedingungen sehr gut, vor allem, weil die Regeln ein bisschen flexibler sind als in den Niederlanden.

Bevor ich in die Schweiz ging, habe ich oft gehört, dass die Hierarchie in der Arbeitswelt sehr ausgeprägt sein sollte, was jedoch gar nicht so ist und ich auch definitiv nicht bestätigen kann.

Das Gesundheitssystem in der Schweiz ist anders aufgebaut als das in den Niederlanden. Hier gibt es die OKP, die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Jeder Bürger zahlt seine monatliche Prämie an die Krankenversicherung seiner Wahl. Zusätzlich können die Schweizer private Versicherungen abschließen. Dann zahlen die Patienten eine höhere Krankenversicherung und werden in einer eigenen Abteilung untergebracht. Dies gibt es in den Niederlanden so nicht.

Coronavirus

Das weltweit verbreitete Corona-Virus hat natürlich auch die Schweiz erreicht. Allerdings war es hier bisher nicht so schlimm. Ich war als Intensivkrankenschwester natürlich auch auf den Einsatz vorbereitet, aber am Ende hatte ich keinen einzigen Patienten. Da die meisten Operationen abgesagt wurden, hatte ich sogar eine sehr ruhige Zeit.

Es gab nicht viele Todesfälle und im Moment ist alles wieder so gut wie normal. Während der Corona-Krise konnten wir die Grenze weiterhin überqueren. Meine holländische Freundin hatte so die Möglichkeit, ein paar Mal in die Niederlande zu reisen. Sie hatte gerade angefangen, in der Schweiz zu arbeiten und überquerte mehrmals die Grenze.

Zusammenarbeit mit Korint

Korint hat mich bei der Suche nach einem Job in der Schweiz unterstützt. Vom Informationsabend über das Leben und Arbeiten in der Schweiz bis hin zu meinem Vorstellungsgespräch war ich immer positiv überrascht.

Auf dem Weg in die Schweiz bin ich auf keine Schwierigkeiten gestoßen, obwohl ich ein kleines Risiko eingegangen bin, denn ich hatte meinen Job in den Niederlanden bereits gekündigt. Als ich den Wechsel vollzog, gab es nur wenige freie Stellen für Anästhesieschwestern, weshalb ich mich nur bei einem Krankenhaus beworben habe, aber das hat zum Glück direkt geklappt. So konnte ich schon nach einem Monat in der Schweiz anfangen zu arbeiten.

Seit Kurzem sind wir, mein Freund und ich, Franchisegeber bei Korint. Unser Hauptgrund für die Zusammenarbeit war die Zusammenstellung der Dokumente, Versicherungen usw. Als wir selbst in die Schweiz fahren wollten, konnten wir keine Website ausfindig machen, auf der man genau das finden konnte, was wir damals brauchten. Deshalb möchten wir nun den Fachkräften im Gesundheitswesen helfen, die erforderlichen Unterlagen zu sammeln und den richtigen Job in der Schweiz zu finden.

Schweizer Bevölkerung

Die Leute sind sehr freundlich und halten gerne einen Plausch zwischendurch. Wir selbst stehen aber hauptsächlich mit den Niederländern in Kontakt, die mit dem gleichen Ziel hier sind und in der Schweiz arbeiten möchten.

Was ich als Tipp geben möchte, ist, dass man es einfach wagen sollte. Anfangs scheint es ein großer Schritt zu sein, aber im Endeffekt ist es gar nicht so schlimm.

Klingt das Arbeiten in der Schweiz interessant?

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